Aktuelles
Förster besuchen Windpark
(18.10.2010)

Berufsauftrag "Nachhaltigkeit": Förster interessieren sich für die klimafreundliche Windstromerzeugung.
(Foto: Lomnitz)
Zunächst ging die Reise zur Windenergieanlage Ewiger Fuhrmann in Kreuztal. Die 150 m hohe Fachwerkturmanlage war seinerzeit die erste Windenergieanlage, die im Wald errichtet wurde. Bei ihrem Bau im Jahr 2000 war sie zudem die höchste Windenergieanlage der Welt und wurde mit einem Minimum an Flächenverbrauch aufgebaut. Genau dieser Aspekt – der Platzbedarf und der damit verbundene Eingriff in den Wald – war für die Förster von besonderem Interesse: Wie groß ist der Eingriff in die Waldökologie einerseits, wie viel Umweltnutzen durch Einsparung von Klimagasen entsteht andererseits.
Nach einer einführenden Erläuterung durch Forstamtsleiter Klaus Lomnitz und Geschäftsführer Günter Pulte fand eine angeregte Diskussion über „Für und wider“ der Waldinanspruchnahme statt.
Anschließend fuhr die Besuchergruppe in den 20 km entfernten Bürgerwindpark Hilchenbach. Hier wurde der größere Platzbedarf modernerer Großanlagen in Betonbauweise gezeigt. Trotz der enormen Masse und Größe der verbauten Turmteile konnte aber auch im Windpark Hilchenbach die dauerhaft entwaldete Fläche für 5 WEA, die pro Jahr rund 23 Mio Kilowattstunden umweltfreundliche Energie produzieren, auf rd. 1,5 Hektar begrenzt werden.
Günter Pulte wies darauf hin, dass bei der Nutzung von Waldstandorten alle Beteiligten – Betreiber, Grundstücksbesitzer, WEA-Hersteller, Waldbesitzer und die Forstverwaltung – eine besondere Verantwortung im Umgang mit dem „Lebensraum Wald“ haben. Zwar sei ein gewisser Eingriff in den Waldbestand unvermeidlich, dieser sollte jedoch auf das Notwendige beschränkt bleiben. Außerdem solle Wert auf die Nachhaltigkeit des Windpark-Betriebskonzeptes und die mögliche regionale Wertschöpfung gelegt werden.
Windenergienutzung auf Waldstandorten wird möglicherweise in Zukunft eine größere Bedeutung bekommen: Die neue Landesregierung prüft derzeit, ob im Rahmen einer Änderung des sogenannten Windenergieerlasses Windenergieanlagen im Wald in bestimmten Fällen wieder zulässig sein sollen.
Anschließend fuhr die Besuchergruppe in den 20 km entfernten Bürgerwindpark Hilchenbach. Hier wurde der größere Platzbedarf modernerer Großanlagen in Betonbauweise gezeigt. Trotz der enormen Masse und Größe der verbauten Turmteile konnte aber auch im Windpark Hilchenbach die dauerhaft entwaldete Fläche für 5 WEA, die pro Jahr rund 23 Mio Kilowattstunden umweltfreundliche Energie produzieren, auf rd. 1,5 Hektar begrenzt werden.
Günter Pulte wies darauf hin, dass bei der Nutzung von Waldstandorten alle Beteiligten – Betreiber, Grundstücksbesitzer, WEA-Hersteller, Waldbesitzer und die Forstverwaltung – eine besondere Verantwortung im Umgang mit dem „Lebensraum Wald“ haben. Zwar sei ein gewisser Eingriff in den Waldbestand unvermeidlich, dieser sollte jedoch auf das Notwendige beschränkt bleiben. Außerdem solle Wert auf die Nachhaltigkeit des Windpark-Betriebskonzeptes und die mögliche regionale Wertschöpfung gelegt werden.
Windenergienutzung auf Waldstandorten wird möglicherweise in Zukunft eine größere Bedeutung bekommen: Die neue Landesregierung prüft derzeit, ob im Rahmen einer Änderung des sogenannten Windenergieerlasses Windenergieanlagen im Wald in bestimmten Fällen wieder zulässig sein sollen.

