Ökologie
Sehenden Auges der Klimakatastrophe entgegen

Unklar bleibt, ob das Kyoto-Protokoll die Rauchschwaden wirklich reduzieren wird. Bild: photocase.de
Externe Links:
Kyoto macht Hoffnung und Angst zugleich
Im Februar 2005 trat das Kyoto-Protokoll nach der Ratifizierung Russlands im Oktober 2004 in Kraft. Voraussetzung für das Inkraftreten war, dass 55 Staaten dem Abkommen beitreten, die zusammen mindestens 55% der weltweiten CO2-Emissionen verursachen. Mit der Ratifizierung Russlands ist dieser Zustand eingetreten. Die über 140 Mitgliedstaaten sind nun verpflichtet, ihre Kohlendioxidemissionen bis 2012 auf 94,8% gegenüber 1990 zu senken.
Mit Hilfe von Regelungen zum Handel mit Emissionsrechten will das Kyoto-Protokoll Gerechtigkeit herbeiführen: Die Hauptverursacher von CO2-Emissionen können Emissionrechte kaufen bei Staaten, die Ihr erlaubtes Potenzial nicht ausschöpfen, darunter Russland. Das ist zwar sehr gerecht, der Atmopshäre hilft das allerdings nur wenig, denn die CO2-Reduktion insgesamt wird weit hinter dem zurückbleiben, was Wissenschaftler fordern: eine Reduktion der CO2-Emissionen von Industriestaaten um 80% bis 2050.


