Technik-Tutorial
Die Technologie der Nachhaltigkeit

Bei ausreichendem Wind genügen vier Windkraftanlagen des Typs E82 von Enercon um diesen Zug anzutreiben.
Aus Wind wird elektrische Energie
Es klingt wie Science-Fiction: Ein komfortabler Hochgeschwindigkeitszug rast mit 300 Kilometern pro Stunde am Siebengebirge vorbei von Köln nach Frankfurt. Die Reisenden spüren die Geschwindigkeit nicht, sie haben ihre Notebooks an die Bordsteckdosen angeschlossen und surfen entspannt im Internet, haben die Leselampen über den Sitzen eingeschaltet oder nehmen eine warme Mahlzeit im Zugrestaurant ein. Alles ganz selbstverständlich.
An anderer Stelle, viele Kilometer entfernt, drehen sich die Windenergieanlagen eines Windparks. Allein durch die Kraft des Windes werden die Rotoren angetrieben und die daraus gewonnene elektrische Energie in das Verbundnetz eingespeist. Bei entsprechendem Wind gibt jede der Windkraftanlagen zwei Megawatt Leistung ab im Jahr werden so ca. 4,5 Millionen Kilowattstunden Strom je Windkraftanlage erzeugt, das entspricht einer durchschnittlichen Tagesproduktion von 12328 Kilowattstunden.
Für die 177 Kilometer lange Strecke benötigt der ICE etwa 4000 Kilowattstunden Strom, das entspricht dem Jahresverbrauch eines durchschnittlichen Haushaltes.
Bei durchschnittlichen Windverhältnissen reichen also ca. 8 Betriebsstunden einer der Windkraftanlagen aus, um den Energiebedarf des Hochgeschwindigkeitszuges für die Fahrt von Köln nach Frankfurt zu decken. Keine Science-Fiction, sondern aktueller Stand der Technik. Wie ist das möglich?
In unserem Technik-Tutorial werden Sie verstehen, wie die natürliche Energiequelle Wind den HighTech-Zug antreiben kann, obwohl er keine Segel hat.

