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Windpark Hilchenbach erhält „SDL-Technik“

 (23.11.2009)
Die Windenergieanlagen des Windparks Hilchenbach machen mit einer neuen Technik das öffentliche Stromnetz bei Störfällen sicherer.
SDL-Inbetriebnahme

Herr Eulberg und Herr Steinseifer, die Spezialisten vom ENERCON-Service, bei der Inbetriebnahme der SDL-Technik.

„SDL“ - Systemdienstleistungstechnik: Hinter dieser Bezeichnung verbirgt sich eine Technologie, mit deren Hilfe Windenergieanlagen die Sicherheit des Stromverbundnetzes verbessern können. Das muss man sich so vorstellen:
Wenn aufgrund eines Störfalles im Stromnetz die Stromspannung schwankt, müssen sich Windenergieanlagen innerhalb weniger Millisekunden vom Stromnetz trennen. Das kann z.B. der Fall sein, wenn Hochspannungsmasten umstürzen (wie im Schneewinter 2005) oder wenn Bäume auf Freileitungen fallen. Die Trennung vom Netz ist erforderlich, damit die Kraftwerke trotz eines bestehenden Kurzschlusses nicht weiter Strom in das Netz einspeisen.
 
In der Praxis kann dies jedoch zu folgendem Problem führen: Aufgrund einer kurzzeitigen Spannungsschwankung stoppen sofort alle in einem Netzbereich produzierenden Kraftwerke die Stromeinspeisung und fahren sich herunter. Nachdem die Spannungsschwankung vorüber ist (dies kann innerhalb eines Sekundenbruchteils der Fall sein) fehlt plötzlich wegen der Abschaltung eine große Menge Energie, da die Kraftwerke eine gewisse Zeit zum Wieder-Anfahren benötigen. Aufgrund des Energiemangels bricht anschließend das Stromnetz völlig zusammen, ein landesweiter Stromausfall kann die Folge sein.
 
Mithilfe der SDL-Technik wird ein solches Szenario anders ablaufen: Die Spannungsschwankung im Stromnetz führt nach wie vor zu einer Trennung der Kraftwerke vom Netz. Die „SDL-fähige“ Windenergieanlage läuft jedoch trotz ihrer Trennung vom Stromnetz weiter. Um dies tun zu können, muss sie die erzeugte elektrische Energie „vernichten“, indem sie diese in sogenannten „Heizwiderständen“, also eine Art großer Elektroheizung, verbraucht. Da die Windenergieanlage in Betrieb bleibt, kann das Stromnetz unmittelbar nach der Netzstörung die Leistung der Windenergieanlage wieder anfordern, die Verbindung zum Stromnetz wird wieder hergestellt. Da sofort die benötigte Leistung zur Verfügung steht, wird ein Netzzusammenbruch vermieden.
 
Mit der Nachrüstung der neuentwickelten SDL-Technik leisten Windparks also einen freiwilligen Beitrag zu einer größeren Sicherheit der Stromnetze. Mit der in dieser Woche abgeschlossen Installation der SDL-Anlagen durch die Firma ENERCON ist der Windpark Hilchenbach einer der ersten Windparks weltweit, der über diese fortschrittliche Technik verfügt.

01.08.2010: SDL-Fähigkeit des Windparks anerkannt

RWE hat das sogenannte „SDL-Gutachten“ des Windparks Hilchenbach offiziell anerkannt. weiter

 

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Günter Pulte
In der Trift 41
57399 Kirchhundem
Tel: 02764/76 78
g.pulte@rothaarwind.de

Standort

Website der Stadt Hilchenbach
www.hilchenbach.de

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