FAQ2019-06-21T04:53:49+01:00

Häufig gestellte Fragen zu den Windkraftanlagen

Wie hoch, wie schwer, wie tief ist die Anlage?2019-01-18T16:00:12+01:00
  • Höhe Nabe: 138,30 m
  • Höhe gesamt: 179,30 m
  • Rotordurchmesser: 82 m
  • Höhe der Betonringe des Turmes: 3,80 m
  • Durchmesser des Turmes am Boden: 13,20 m
  • Durchmesser des Fundaments: 22 m
  • Gewicht des Fundaments: 2200 to
  • Gewicht des Turmes: 1700 to
  • Gesamtgewicht der Anlage: 4124 to
  • Gewicht des Maschinenhauses inkl. Rotor: 124 to
  • Gewicht eines Flügels: 8 to
Warum stehen die Anlagen gelegentlich still?2019-06-21T02:14:18+01:00

Zu Wartungs- und Reparaturzwecken muss die Anlage abgestellt werden. Auch bei völliger Flaute kann es (aber sehr selten) zu einem Stillstand kommen.

Wie viel Strom wird produziert?2019-06-21T02:13:41+01:00

Im Durchschnitt über 20 Mio. Kilowattstunden im Jahr. Dies deckt in etwa den Jahresbedarf von über 20.000 Verbrauchern.

Werden die Anlagen ausgeschaltet, wenn „zu viel Strom im Netz ist“?2019-01-18T17:46:49+01:00

Netzengpässe kommen gelegentlich (v.a. Norddeutschland) vor, da die Netzbetreiber ihrer Verpflichtung zum Ausbau der Netze nicht nachkommen. Der Windpark in Hilchenbach wurde jedoch noch nie wegen Netzengpässen abgeregelt.

Brauchen die Rotoren Strom, um sich in Bewegung zu setzen?2019-01-18T16:03:55+01:00

Nein. Nur der Wind, der einen Auftrieb auf der Rückseite der Flügel erzeugt, setzt den Rotor in Bewegung. Allerdings wird der Winkel der Flügel von kleinen Elektromotoren verstellt, so dass immer eine optimale Ausnutzung des Windes gesichert ist.

Werden die Anlagen bei Sturm abgeschaltet?2019-01-18T16:04:58+01:00

Viele Windenergieanlagen schalten sich bei sehr starken Sturmböen kurzzeitig ab (ab ungefähr 90 – 100 km/h Wind). Die neueren Enercon-Anlagen können auch bei höheren Windgeschwindigkeiten weiterlaufen. Bei dem Orkan „Emma“ mit Spitzenböen von 154 km/h hat keine der Hilchenbacher Anlagen gestoppt.

Welchem Zweck dient die „Aufkantung“ (das Winglet) an der Flügelspitze?2019-01-18T16:07:44+01:00

Das Winglet reduziert den Luftwiderstand und bewirkt einen etwa 2 % höheren Ertrag. Zudem wird der Flügel leiser.

Wozu dienen die roten Markierungen an Turm, Maschinenhaus und Flügeln?2019-01-18T16:22:34+01:00

Das ist die sogenannte „Tageskennzeichnung“.

Sie soll Flugzeuge auf das „Luftfahrthindernis“ aufmerksam machen. Die Kennzeichnung wird von den Behörden vorgeschrieben.

Wozu dient die rote Beleuchtung der Anlagen?2019-01-18T16:22:03+01:00

Das ist die „Nachtkennzeichnung“.

Der Turm ist mit konstant leuchtenden, das Maschinenhaus mit blinkenden Leuchten bestückt. Um die Anwohner zu schonen, wird die Helligkeit der Lampen bei klarer Luft auf bis zu 10% der normalen Helligkeit reduziert. Zu diesem Zweck gibt es ein „Laser-Sichtweitenmessgerät“.

Wie viele Sprossen hat die Leiter?2019-01-18T16:29:05+01:00

540. Das Klettern ist sehr anstrengend, da die Leiter leicht (3°) nach hinten geneigt ist.

Gibt es einen Aufzug?2019-01-18T16:29:52+01:00

Ja. Er fasst 2 Personen und benötigt ca. 6 min. Fahrzeit.

Wer wartet die Anlagen?2019-01-18T17:47:59+01:00

Der Hersteller – 4 mal im Jahr. Der Betreiber führt regelmäßig Sichtinspektionen durch.

Kann man auch in die Nabe der Anlage steigen?2019-01-18T16:31:26+01:00

Ja. Zu diesem Zweck wird der Rotor der Maschine mit Bolzen festgesetzt. Durch eine Luke im Generator kann man in die Nabe kriechen und von dort aus in die Flügel.

Schwankt der Turm? Wenn ja wie viel?2019-01-18T16:32:25+01:00

Jedes Bauwerk muss sich bewegen können. Die Elastizität ist für die Stabilität sehr wichtig.

Die Anlage bewegt sich im normalen Betrieb ca. 10 – 20 cm. Bei einer plötzlichen Abschaltung (Notstop) während eines Sturms kann die Schwankung deutlich über einen Meter betragen.

Wie groß ist die Eiswurfgefahr?2019-01-18T17:46:11+01:00

Die Anlagen können im Winter vereisen. Das Eis kann wie bei jedem hohen Gebäude herunterfallen. Bei einer drehenden Anlage fällt es unter Umständen in etwas größerer Entfernung zu Boden (bis max. ca. 100 m vom Turm). Damit das nicht passiert, stoppen moderne Anlagen bei beginnender Vereisung. Diese wird über Sensoren zuverlässig erfasst. Die Hilchenbacher Anlagen haben eine Flügelbeheizung, mit der die Vereisung möglichst weitgehend vermieden werden soll.

Wird die Windkraft subventioniert?2019-01-18T16:34:42+01:00

Nein. Es gibt keine Bau- oder Betriebskostenzuschüsse. Der Gesetzgeber schreibt lediglich von, dass der Energieversorger den Strom zu einem festgelegten Preis kaufen muss. Für den Hilchenbacher Windpark sind das 8,19 ct/Kilowattstunde. Im Bundesdurchschnitt liegt der aktuelle Preis jedoch deutlich darunter.

Wie hoch war die Mindestbeteiligung?2019-01-18T16:37:06+01:00

3000,– Euro

Was bedeutet „Bürgerwindpark“?2019-01-18T16:42:22+01:00

Bürger der Standortgemeinde und der Region konnten sich schon mit kleinen Beträgen finanziell am Projekt beteiligen. Sie sind die Besitzer des Windparks.

s. auch „Bürgerbeteiligung“.

Wie viele Bürger haben die Gelegenheit zur Beteiligung genutzt?2019-02-22T15:30:18+01:00

Es gibt 90 Gesellschafter, 29 davon aus Hilchenbach. Ca. 75% wohnen in den Kreisen Siegen und Olpe. Auch die Stadt Hilchenbach ist Gesellschafterin geworden.